Ton ab beim Deutschen Hörfilmpreis


Jörg Thadeusz und Andreja Schneider moderieren den 8. Deutschen Hörfilmpreis 2010, musikalischer Stargast ist Annett Louisan!

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) wird am 23. März 2010 in Berlin den 8. Deutschen Hörfilmpreis verleihen.

Die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Christine Neubauer wird im Atrium der Deutschen Bank stattfinden. Ausgezeichnet werden Initiativen und Projekte, die auf besondere Weise zur Verbreitung und Weiterentwicklung des Hörfilms beitragen, sowie besonders gelungene Hörfilm-Produktionen.

Mehr zum 8. Deutschen Hörfilmpreis 2010

8. Deutscher Hörfilmpreis: Die Nominierten stehen fest

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) hat heute die Nominierungen für den 8. Deutschen Hörfilmpreis bekannt gegeben. Aus allen Einreichungen wurden dreizehn Hörfilmproduktionen ausgewählt:

  • "Der Vorleser" (2008, Regie: Stephen Daldry), eingereicht vom Bayerischen Rundfunk
  • "Im Winter ein Jahr" (2008, Regie: Caroline Link), eingereicht von Highlight Communications (Deutschland)
  • "Wolke 9" (2008, Regie: Andreas Dresen), eingereicht von Senator Home Entertainment
  • "Krabat" (2008, Regie: Marco Kreuzpaintner), eingereicht von Twentieth Century Fox Home Entertainment
  • "Die Fälscher" (2006, Regie: Stefan Ruzowitzky), eingereicht vom Zweiten Deutschen Fernsehen
  • "Zerrissene Umarmungen" (2009, Regie: Pedro Almodóvar), eingereicht von Universum Film
  • "Vitus" (2006, Regie: Fredi M. Murer), eingereicht von ARTE
  • "Elling" (2001, Regie: Petter Næss), eingereicht von Degeto Film
  • "Tatort: Bluthochzeit" (2009, Regie: Patrick Winczewski), eingereicht vom Südwestrundfunk
  • "Guten Morgen, Herr Grothe" (2007, Regie: Lars Kraume), eingereicht vom Westdeutschen Rundfunk
  • "Der Mann, der Yngve liebte" (2008, Regie: Stian Kristiansen), eingereicht vom Norddeutschen Rundfunk
  • "Hannah und ihre Schwestern" (1986, Regie: Woody Allen), eingereicht von 3Sat
  • "Stärker als die Dunkelheit" (2009, Regie: Stephan Greve), eingereicht von age of art

Die Preisverleihung findet am Dienstag, dem 23. März 2010, im Atrium der Deutschen Bank in Berlin statt. Schirmherrin ist bereits zum zweiten Mal die Schauspielerin Christine Neubauer.

Verantwortlich für die Auswahl der Preisträger ist eine prominent besetzte Jury. Zu deren Mitgliedern gehören unter anderem Filmproduzentin Prof. Regina Ziegler, die Schauspielerinnen Brigitte Grothum und Saskia Valencia sowie Filmredakteur Lars-Olav Beier (Der Spiegel).

Rückblick: Verleihung des 7. Deutschen Hörfilmpreises 2009

Impressionen von der Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises 2009

„Um Filme zu lieben, muss man sie nicht sehen.“

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) hat am 19. März 2009 im Atrium der Deutschen Bank in Berlin den 7. Deutschen Hörfilmpreis verliehen.

Ingrid Bergmanns Tränen in Casablanca, Judy Garlands märchenhafte Reise zum Zauberer von Oz oder die unheimliche Begegnung der dritten Art – was wäre ein Leben ohne die Geschichten, Bilder und Gefühle, die Film und Fernsehen uns vermitteln?

Doch für mehr als einer halben Million Deutschen startet auch bei weltberühmten Kinoszenen kein Film im Kopf. Das hat einen einfachen Grund. Sie sind blind oder sehbehindert. Und damit noch immer von einem entscheidenden Stück Alltagskultur fast gänzlich abgeschnitten: Dem Erlebnis von Film und Fernsehen.

Das muss nicht sein. Denn es gibt Hörfilme. Bei einem Hörfilm werden dem Originalfilm zusätzliche Bildbeschreibungen hinzugefügt – die so genannte Audiodeskription. In den Dialogpausen erläutert eine neutrale Sprecherstimme die rein visuell wahrnehmbaren Ereignisse einer Szene. Hörfilme ermöglichen so auch Menschen mit stark eingeschränktem oder fehlendem Sehvermögen, Filme als Ganzes wahrzunehmen – alle Facetten, Blicke, Gesten, Zwischentöne und wertvollen Details. Für sie sind solche Filmerlebnisse ein ganz besonderer – doch leider noch allzu seltener – Genuss.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) möchte mit viel mehr Filmen diese Erlebniswelten für Menschen mit visuellen Einschränkungen erschließen. Er hat deshalb 2002 den Deutschen Hörfilmpreis ins Leben gerufen.

Mit diesem Preis zeichnet der DBSV jedes Jahr besonders gelungene Hörfilmproduktionen aus, aber auch Persönlichkeiten, Unternehmen und Institutionen, die sich besonders für den Hörfilm einsetzen. Die hochkarätigen und engagierten Gäste, darunter viele bekannte Persönlichkeiten, würdigen im Rahmen einer feierlichen Gala in Berlin die Preisträger.

Mit der Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises wird diese besondere Art der Filmpräsentation einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und dafür gesorgt, dass der Hörfilm im wahrsten Sinne des Wortes mehr Gehör findet.

mehr zum Deutschen Hörfilmpreis 2009 und einen Film über die Verleihung

Photo des Preises, einer Bronzeskulptur, die ein Frauengesicht zeigt. Die eine Hand der Frau liegt hinter ihrem Ohr, mit der anderen bedeckt sie ihre Augen.

Der Preis ist eine Skulptur des blinden Künstlers Dario Malkowski. Sie trägt den Namen „Die Lauschende“.

Verleihung 2009
Video und Bericht

Einen Bericht von der festlichen Verleihung in Berlin finden Sie auf unter Deutscher Hörfilmpreis 2009.

Presse
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